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„Liebe Catherin, ich möchte dir gerne nochmal kurz berichten, wie sich Bats entwickelt hat, denn da hat sich Einiges getan. Nachdem ich nach deinem Gespräch mit ihm ja angefangen hatte, andere Hunde total zu ignorieren haben wir das bis vor ca. 4 Wochen bei jedem Spaziergang so gemacht. Er wurde immer sicherer und es fiel ihm immer leichter, seine Leckerlis zu suchen oder mich anzusehen statt die fremden Hunde. Die-ses Jahr habe ich dann beschlossen, dass wir einen Schritt weiter gehen können damit und habe in der Nähe eine tolle Hundeschule gefunden, wo modern und freundlich mit den Hunden umgegangen wird. Nach-dem ich zuerst mal alleine dort war, um mich davon zu überzeugen, dass die Methoden für Bats geeignet sind, habe ich ihn zwei, drei Mal nur von außen das Gelände erkunden lassen. Dort riecht es ja überall nach vielen verschiedenen Hunden, das war schonmal die erste Hürde. Während wir draußen vor dem Zaun waren, habe ich ihn zeitweise Tricks oder kleine Übungen/ Spiele machen lassen (was er ja liebt wie nichts anderes) und zeitweise habe ich ihm einfach Raum zum Erkunden gegeben. Bats hat mich sehr überrascht, denn seine anfängliche Aufregung hat sich jeweils nach einigen Minuten schon gelegt und er war total entspannt und freu-dig und hatte kaum Probleme, die Hunde hinterm Zaun zu ignorieren. Selbst dann nicht, wenn es dort mal kleine Auseinandersetzungen gab, was in Spielgruppen ja immer mal vorkommt. Manchmal hat er auch von allein Kontakt zu den anderen aufgenommen oder eine Begrüßung erwi-dert, und er lernt langsam, dass er einfach weggehen kann statt die Hun-de zu vertreiben, wenn es ihm zuviel wird oder er keine Lust mehr hat.Heute waren wir dann das erste Mal richtig mit in den Ausläufen. Es wa-ren nicht so viele Hunde da, weil es keine Spielgruppe, sondern eine Agi-lity- Stunde war. Bats war auch erst ein bisschen nervös, aber er hat sich schnell beruhigt und ganz toll mitgemacht und sich gefreut dabei, als wären wir zuhause. Die Leute da waren ziemlich überrascht, dass er das mit seiner Vorgeschichte so gut weggesteckt und mitgearbreitet hat. Mir selber fehlen da noch total die Worte, ich kanns noch gar nicht richtig glauben. Nachdem ich jetzt diese zwei Jahre mit ihm trainiert habe, ist es schon irgendwie seltsam, dass er „plötzlich“ so gut mit anderen Hunden zurechtkommt und er einen Quantensprung nach dem anderen macht. Sicherlich liegt es auch mit daran, dass ich im Moment Bats‘ Freundin als Pflegehund habe und er mit ihr schon große Fortschritte bei der Inter-aktion generell und beim Spielen gemacht hat. Ich denke, dadurch ist er besser darin geworden, auch schnellere Bewegungen einzuschätzen. Den Grundstein für das alles hat aber das Gespräch mit dir gelegt, und ich bin dir unglaublich dankbar dafür! Das war wirklich das Beste, was ich ma-chen konnte. So wie die Dinge jetzt stehen, wird Bats vielleicht später so-gar mal eine Spielstunde besuchen können, denn hin und wieder juckt es ihm durchaus in den Pfötchen. Bis dahin machen wir in der Hundeschule aber andere Beschäftigungen mit, so dass er was zu tun hat und neben-bei noch verinnerlichen kann, dass die Anwesenheit von anderen Hunden gar nicht so viel Bedeutung hat. Anbei schicke ich noch ein Foto von letz-ter Woche. Man sieht im Hintergrund den Laufsteg und den Hintern eines weißen Schäferhundes. Da waren wir bei einer Spielstunde am Zaun. Bats‘ Gesicht sagt alles! Viele liebe Grüße von mir und Bats, und Bats bedankt sich auch bei dir! <3 Josefine